Japanisches Palais Dresden » Museum für Völkerkunde

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Japanisches Palais: eine hochkarätige Kulturstätte

Völlig zu Unrecht wird das vis-a-vis zum Neustädter Elbufer gelegene Japanische Palais von seinem Gegenüber – der malerischen Altstadtseite – in den Schatten gestellt. Doch das in der Nähe des Palaisplatzes gelegene architektonische Juwel brilliert mit einer Vergangenheit, die die Herberge wertvoller Dresdner Kulturschätze bis heute in eine Kulturstätte ersten Grades verwandelt.

Unverwechselbar ist der zentrale Leitgedanke, der auf der Fassade mit der Inschrift “Museum usui publico patens” (in deutscher Sprache: Museum zur öffentlichen Nutzung offenstehend) verewigt wird. Zum Nulltarif erhalten Besucher im dazu gehörigen Museum Zutritt zu einer Ausstellung, die sich der Völkerkunde und regionalen Vorgeschichte widmet.

Die Geschichte des Japanischen Palais

Um 1715 wurde das einstige holländische Palais als Landhaus für Jakob Heinrich Graf von Flemming erbaut. Nach dessen Tod erwarb August der Starke das Anwesen. Schnell ließ der Herzog von Sachsen das Haus in ein Porzellanmuseum für seine eigene Sammlung umbauen. Die Unterbringung der kurfürstlichen Bibliothek – einer der ältesten Bibliotheken aus Deutschland – fiel 1945 den Bombenangriffen zum Opfer. Weitere Teile des Palastes und der dazu gehörige Palaisgarten wurden weitläufig zerstört. Seit einer Rekonstruktion in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lockt das Bauwerk mit einem umwerfenden Panoramablick auf die Brühlsche sowie Neue Terrasse. Ein Markenzeichen des japanisch anmutenden Hauses sind asiatische Stilelemente, die sich im Innenhof sowie an der Außenfassade fortsetzen.

Vom holländischen zum japanisch Prachtbau

Obwohl die heutige Herberge des Museums für Völkerkunde einst als holländisches Palais konzipiert gewesen ist, brachte die japanische Bauweise des Daches dem Bauwerk den Beinamen “Japanisches Palais” ein. Dementsprechend traditionsbehaftet ist das Gebäude als heutige Heimat des Museums für Völkerkunde. Eine weitere Besonderheit zeichnet das Palais aus. Besuchern steht es jederzeit frei, im Rahmen von Rundgängen die Fortschritte der Restaurierungstätigkeiten zu verfolgen.

Bestehende und wechselnde Ausstellungen

Neben dem Museum für Völkerkunde ist unter dem beeindruckenden Dach des Japanischen Palais das Landesmuseum für Vorgeschichte untergebracht. Neben festen Ausstellungen werden zusätzliche Ausstellungen zu Thematiken wie Geologie und Mineralogie durchgeführt. Möchten Sie dem Japanischen Palais als einem der ältesten bis heute erhaltenen Museumsgebäuden des Landes einen Besuch abstatten, sollten Sie sich an den Öffnungszeiten orientieren. Mit Ausnahme von Montagen öffnet das Museum an allen Wochentagen von 10 bis 18 Uhr seine Pforten.

Anfahrtsweg:
Straßenbahnlinien 4 oder 9 (Haltestelle “Palaisplatz”)

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