Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz

Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz

Festung Königstein: imposant und unbezwingbar

Im Herzen des Elbsandsteingebirges auf dem Tafelberg gelegen, erhebt sich die Festung Königstein majestätisch über dem gleichnamigen Ort. Auf der linken Seite plätschert die Elbe. Gewiss ist es etwas Besonderes, dass mitten im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge eine der größten Bergfestungen von Europa thront.

Mit der Festung verbundene Superlative scheinen nicht zu enden. Das gesamte Bauwerk vereint über 50 Bauwerke und Grünanlagen. Einige der partiell 400 Jahre alten Bauten wurden bis zu 240 Meter über der Elbe errichtet. Mauern und Steilwände aus Sandstein erreichen bis zu 42 Meter. Der die Festung umgebende Wallgang misst knappe zwei Kilometer. Zudem erblicken Besucher des Bauwerks auf dem Festungsgelände den tiefsten Brunnen von Sachsen, ein gigantisches Weinfass von August dem Starken sowie die sächsische Garnisionskirche.

Der historische Wandel der Festung Königstein

Das atemberaubende Ensemble an Bauten der Renaissance, des Barocks, der Spätgotik sowie des 19. Jahrhunderts ist mit einer bewegten Historie verbunden. Da sich der Tafelberg weit über der Elbe befand, standen erste Pläne zur Erbauung der Wehranlage bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Nach mehreren Belagerungen und Kriegen in der Region wurde der Ausbau der bereits bestehenden Burg zu einer Festung endgültig gegen Ende des 16. Jahrhunderts angeordnet. Mehrere namhafte Architekten wie Daniel Pöppelmann beteiligten sich an dem Ausbau. Daraufhin war es nur eine Frage der Zeit, bis erste Gefangene vor Ort eingekerkert wurden und namhafte Persönlichkeiten ausschweifende Feste feierten.

Die Bedeutung der Wehranlage

Aufgrund ihrer exponierten Lage begeisterte die Festung Königstein für lange Zeit als Refugium des sächsischen Hofs, der hochkarätige Gäste für seine Feiern lud. In politischen Notlagen wurden die sächsischen Staatsschätze hinter den Mauern des Prachtbaus platziert. In den Kerkern mit dem Beinamen “Sächsische Bastille” wurden historische Persönlichkeiten wie Autor Frank Wedekind oder Sozialdemokrat August Bebel in Gefangenschaft gehalten. Heute erobern Besuchern die Wehranlage natürlich aus freien Stücken – am besten mit einem Panoramaaufzug oder Lift.

Tipps zur Anfahrt

Eine Anfahrt zur Festung Königstein ist über mehrere Optionen möglich. Die nur 35 Kilometer entfernte Stadt Dresden ist schnell erreicht.

Bus

Die Buslinie 240 verkehrt von Pirna nach Königstein. Die Linie 241 macht ebenfalls in Königstein Halt.

Auto

Anreisen mit einem Pkw erfolgen über die B 172 aus Richtung Bad Schandau oder Dresden. In der Nähe der Festung befinden sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz sowie ein Parkhaus.

Am Reißiger Platz startet zur Hauptsaison der Festungsexpress im halbstündlichen Takt. Der Bus verkehrt jeweils von 9 bis 17 Uhr. Die Tore der Festung Königstein sind von Ende März bis Ende Oktober von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Zur verbleibenden Zeit des Jahres schließen die Pforten bereits eine Stunde eher.